Aktuelles
Wärmepumpe richtig auslegen: Ohne Heizlast wird aus Effizienz schnell Zufall

Ein alter Heizkessel mit 24 oder 30 Kilowatt ist kein Beleg dafür, dass das Gebäude eine Wärmepumpe gleicher Leistung benötigt. Bestandskessel wurden häufig großzügig dimensioniert und mussten zusätzlich in kurzer Zeit Warmwasser bereiten. Eine Wärmepumpe arbeitet dagegen am effizientesten, wenn ihre Leistung und die erforderlichen Systemtemperaturen möglichst genau zum Gebäude passen.
Die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 ermittelt den Wärmebedarf unter festgelegten Auslegungsbedingungen. Die raumweise Berechnung geht einen wichtigen Schritt weiter: Sie zeigt, wie viel Wärme in jedem Raum bereitgestellt werden muss. Damit lässt sich prüfen, ob vorhandene Heizkörper bei einer niedrigeren Vorlauftemperatur ausreichen oder gezielt angepasst werden sollten.
Für die Planung sind insbesondere vier Ergebnisse wertvoll:
- die erforderliche Gesamtleistung der Wärmepumpe,
- die Leistung jedes einzelnen Raumes,
- die notwendige Größe der Heizflächen und
- eine realistische Grundlage für den hydraulischen Abgleich.
Eine überdimensionierte Wärmepumpe ist nicht automatisch komfortabler. Sie kann häufiger ein- und ausschalten, schlechtere Laufzeiten erreichen und höhere Investitionskosten verursachen. Eine zu knapp oder ohne Blick auf die Heizflächen geplante Anlage kann dagegen unnötig hohe Vorlauftemperaturen benötigen.
Die Heizlast ist deshalb kein Formalismus, sondern das Bindeglied zwischen Gebäude, Heizflächen und Wärmeerzeuger. Besonders sinnvoll ist die Berechnung vor der endgültigen Geräteauswahl und vor Abgabe des verbindlichen Angebots. So können technische Anpassungen noch berücksichtigt und Angebote besser verglichen werden.
Erster Schritt
Was möchten Sie energetisch sinnvoll lösen?
In 30 Minuten klären wir, worum es geht, welche Unterlagen sinnvoll sind und wie der nächste Schritt aussehen kann.