Gebäudemodernisierungsgesetz Heizungsgesetz GMG
Neues Gebäudemodernisierungsgesetz
Ruhe bewahren – Gas und Öl sind trotzdem
keine Lösung!
Viele fragen sich: „Jetzt wieder Gas einbauen?“
Die angekündigte Abschaffung der 65-%-EE-Pflicht und die Einführung einer „Biotreppe“ sorgen aktuell für Verunsicherung. Laut FAQ der CDU/CSU und der SPD Fraktion zum neuen Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) sollen die bisherigen Vorgaben des „Heizungsgesetzes“ entfallen.
Durchaus kontrovers diskutiert und im Sinne der Reduzierung von C02 Emission im Gebäudebestand sehr kritisch zu bewerten, gibt es eine positive Nachricht: Die Bundesförderung effiziente Gebäude (BEG) soll auch weiterhin, mindestens bis 2029 finanziell auskömmlich ausgestattet werden.
Was heißt das konkret?
✔️ Keine feste 65-%-EE-Vorgabe mehr
✔️ Keine pauschalen Betriebsverbote
✔️ Gas- und Ölheizungen weiterhin zulässig
✔️ Aber: schrittweise steigender Bioanteil („Biotreppe“) ab 2029
Meine Einordnung als Energieberater:
1. Kurzfristige Entlastung – langfristige Unsicherheit
Ja, die Entscheidung wird formell freier. Aber fossile Heizungen werden durch CO₂-Preis, Bioanteile und Marktverfügbarkeit perspektivisch teurer.
2. Die „Biotreppe“ ist kein Freifahrtschein
Ab 2029 sind 10 % Bioanteil vorgeschrieben, danach weitere Steigerungen
Das bedeutet: steigende Brennstoffkosten und Abhängigkeit von begrenzten Biomethan-Ressourcen.
3. Neubauten bleiben faktisch fossilfrei
EU-Recht verschärft die Anforderungen ab 2028/2030 deutlich faq-gebäudemodernisierungsgese…. Wärmepumpe und Fernwärme bleiben Standard.
Fazit
Ob der Entwurf so durch den Bundestag kommt und ob das Gesetz dann einer juristischen Prüfung standhält darf bezweifelt werden.
Unabhängig davon gilt:
Das Gesetz ändert sich – die Physik nicht. Fossile Systeme bleiben wirtschaftlich und klimapolitisch ein Auslaufmodell.
Wer heute neu investiert, sollte 20–25 Jahre vorausdenken.
Gas ist vielleicht erlaubt – aber strategisch keine zukunftssichere Lösung.
Ich berate technologieoffen und individuell – aber immer mit Blick auf Wirtschaftlichkeit, Klimaziele und Förderfähigkeit.
Energieberater vor Ort im Rheinisch-Bergischer Kreis, Leverkusen, Köln und Umgebung
Als Energieberater bin ich regelmäßig in Burscheid und im gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis tätig, unter anderem in Bergisch Gladbach, Odenthal, Leverkusen und Köln. Die regionale Nähe ermöglicht Vor-Ort-Termine, kurze Wege und eine realistische Einschätzung der örtlichen Gegebenheiten.
Wenn Sie klären möchten, welche Maßnahmen für Ihr Gebäude sinnvoll sind, vereinbaren Sie gerne ein Erstgespräch.
Allgemeine Einordnung
Was bedeutet „CO₂-frei“ bis 2045?
Deutschland hat sich verpflichtet, bis 2045 weitgehend klimaneutral zu werden. Das heißt:
In allen Sektoren sollen bis dahin die Treibhausgasemissionen drastisch reduziert werden.
Restemissionen sind nur noch in sehr geringen, ausgeglichenen Mengen vorgesehen.
Dieses Ziel ist nicht aufgehoben – auch nicht durch Reformen im Heizungsrecht.
Was ändert sich durch das neue GMG / Heizungsgesetz?
Fossile Heizungen bleiben (vorerst) erlaubt, es gibt weiterhin keine generelle Pflicht, sofort auf andere Systeme umzusteigen. Die hat bis auf wenige Ausnahmen allerdings auch nie gegeben!
(Das entfallende 65-%-EE-Gebot wurde als bürokratische Vorgabe gelöst.)
Es kommt eine steigende Bio-Gasquote („Biotreppe“) ab 2029 — das heißt:
Gas mit einem bestimmten Anteil erneuerbarer Gase muss eingesetzt werden.
CO₂-Preis & Betriebskosten steigen weiter, weil fossiles Gas weiterhin besteuert wird.
Das Gesetz verschiebt kurzfristige Regeln – nicht aber das 2045-Ziel.
Warum bleibt Gas trotzdem „keine Zukunftslösung“?
Laufzeit einer Heizung
Eine neue Heizung läuft typischerweise 20–25 Jahre.
Wer heute in eine reine Gasheizung investiert, bindet sich:
an fossile Brennstoffe,
an steigende CO₂-Kosten,
an politische Risiken,
an eine Infrastruktur, die mittelfristig reduziert werden soll.
Bis 2045 ist noch viel Zeit – aber:
der technische und wirtschaftliche Wandel beginnt jetzt.
Politische und europäische Rahmenbedingungen
Die EU-Gebäuderichtlinie plant ab 2028/2030 verschärfte Anforderungen („Nearly Zero Energy Buildings“).
Für Neubauten wird fossiles Heizen faktisch immer unattraktiver.
Förderprogramme bevorzugen bereits heute klimaschonende Systeme wie Wärmepumpen.
2045 ist kein ferner Punkt – es bestimmt langfristige Investitionslogiken jetzt.
Fazit
2045 bleibt das Ziel für CO₂-Neutralität.
Das neue GMG ändert kurzfristige Vorgaben – aber nicht den Zeithorizont.
Gas bleibt erlaubt – aber wirtschaftlich und klimatisch kein zukunftssicherer Standard.
Planung heute sollte auf Lebensdauer und Gesamtkosten schauen – nicht nur auf aktuelle Gesetzestexte.

Als unabhängiger Energie-Effizienz-Experte biete ich Energieberatung für Privatkunden, Unternehmen und Kommunen im Rheinisch-Bergischen Kreis – insbesondere in Odenthal, Bergisch Gladbach, Burscheid, Overath, Rösrath, Leichlingen, Wermelskirchen und Kürten – sowie in Köln und Leverkusen. Projektbezogen bin ich auch bundesweit und im europäischen Ausland tätig.



